Stranninger will’s, aber kriegt er’s?
Neuer Bürgermeister? Peter Stranninger. Foto: Engel
Ist das nicht schön, ist das nicht schnell? Wir sind einen ersten Schritt weiter auf unserer Suche nach unseren weiteren Bürgermeistern: Für den einen der beiden schlägt die SPD Peter Stranninger vor. Das ist zwar nicht unerwartet, aber jetzt ist das sicher, weil Straubings SPD-Chef Marvin Kliem das heute auf Instagram gepostet hat. Kliem selbst wird neuer Fraktionschef, und ob Stranninger tatsächlich Bürgermeister wird, hängt jetzt von der CSU ab.
In einer gemeinsamen Sitzung von Stadtvorstand und neugewählter Fraktion „haben wir einstimmig beschlossen, unseren Spitzenkandidaten und langjährigen Stadtrat Peter Stranninger als Bürgermeister und Stellvertreter des gewählten Oberbürgermeisters Markus Pannermayr vorzuschlagen,“ postet Kliem auf Instagram. Auf Nachfrage von engel-sr.de präzisiert Kliem, dass mit „Stellvertreter“ beide Bürgermeisterpositionen gemeint seien. Der erste Stellvertreterposten ist also keine Unbedingt-Forderung der SPD.
Damit dürfte die SPD bessere Karten haben als Freie Wähler oder Grüne. Bei den Freien Wählern wäre Christoph Weinholzner der Kandidat, und würde er Bürgermeister, wäre die politische Aufsteiger-Geschichte des Jahres in Straubing perfekt: Im Herbst noch völlig unbekannt, dann der David-gegen-Goliath-Kampf gegen Stephan Weckmann, dann überraschender Einzug in den Stadtrat und genauso überraschend punktbester Herausforderer bei der OB-Wahl: Ein Bürgermeisterposten wäre damit genau die Bühne, die man zur Fortsetzung dieses Laufs braucht.
Markus Pannermayr hat diese Bühne vor seinem ersten Wahlsieg sehr gut genutzt. Bei Weinholzner könnte das ähnlich sein, aber eben für die Freien Wähler. Die CSU würde Weinholzner als Bürgermeister deshalb vermutlich genauso toll finden wie einst Franz Josef Strauß den jungen Helmut Kohl, und wenn Sie finden, dass der Vergleich hinkt: Er hinkt nur ein ganz kleines bisserl, weil die Freien Wähler durchaus auch Konservative sind. Die Grünen wären natürlich auch möglich.
Aber Grüne und CSU trennt inhaltlich ziemlich viel, und deshalb bleibt die Prognose: Stranninger wird Bürgermeister, und für mögliche Konkurrenten für die OB-Wahl 2032 gibt’s keine Bühne. Und auch bei dem anderen Bürgermeisterposten gibt es eine Tendenz, und die Tendenz ist weiblich: Katharina Dilger dürfte im Moment die Nase leicht vorne haben. Wir werden sehen, wie’s ausgeht; Panta rei, sagt der Lateiner, alles fließt, und wenn Sie sagen, dass das doch eigentlich Griechisch ist, dann sage ich: Da haben Sie recht.
