Interview: Carl-Christoph Pieper
Modulus-Geschäftsführer Carl-Christoph Pieper. Foto: Engel
Herr Pieper, die Bau-Voranfrage von Modulus ist im Bauausschuss problemlos durchgegangen, die Stadt sieht Ihre Pläne offenbar positiv. Was ist jetzt Ihr Gefühl?
Carl-Christoph Pieper: Von Gefühl zu sprechen ist schwierig. Aber das ist jetzt das Fundament für alles, was kommt. Der nächste Schritt ist der Bauantrag. Das wird noch ein paar Monate dauern, aber er soll noch in diesem Jahr erfolgen. Unsere Gesamtkonzeption ist abhängig von einem Hauptnutzer, und das kann nur ein Lebensmittler sein.
Manche Leute sagen: Das Ganze geht so aus: Sie bekommen die volle Zustimmung der Stadt zu dem, was Sie wollen, Stoffels Westpark die volle Zustimmung zu dem, was er will, und dann wird die Stadt sagen: Der Markt soll entscheiden, wer sich dann durchsetzt.
Pieper: Das ist auch das, was ich aus den Gesprächen mitgenommen habe, dass es der Wunsch der Stadt ist, so zu agieren. Und da müssen wir als Markt schauen, was wir mit der Situation machen.
Sie haben Ihre Verkaufsfläche deutlich reduziert.
Pieper: Es ist richtig, wir haben unsere Verkaufsfläche für Discounter, Lebensmittel- und Biomarkt um 25 Prozent reduziert. Das war ein Signal an die Stadt und den Markt, der das ja regeln soll.
Es waren auch zwei Leute vom Westpark-Betreiber Stoffel da zu dieser Voranfrage zum Gäubodenpark. Der Zusammenhang zwischen diesen beiden konkurrierenden Parks ist offensichtlich. Sie haben vor einiger Zeit gesagt, Sie seien gesprächsbereit. Ist es inzwischen zu einem Gespräch mit Stoffel gekommen?
Pieper: Wir sind nach wie vor sehr offen für Gespräche und ich vertraue auch darauf, dass diese Gespräche stattfinden werden.
Es gibt auch die Meinung, dass zwei solche Projekte, in dieser Größe, ganz einfach nicht gehen werden. Einer wird zurücktreten müssen, zumindest etwas.
Pieper: Ich bin überzeugt, dass man hier Straubing als Ganzes sehen sollte und man miteinander besprechen muss, wie das aussehen kann.
Was heißt das konkret? Ihr Partner wäre Edeka. Nach einem Entscheid für Sie und gleichzeitig auch für Stoffel und Rewe wird Edeka sich aber überlegen, wie es weitergehen soll. Angeblich kann Edeka bis Jahresende noch zurücktreten und sagen: Nein, unter diesen Umständen geht’s nicht, weil es sich mit der Westpark-Situation nicht rechnet.
Pieper: Es ist natürlich so, dass wir auf Edeka hoffen. Gleichzeitig verwehren wir uns auch nicht Gesprächen mit anderen Marktteilnehmern.
Ein Worst Case-Szenario: Gespräche mit Stoffel scheitern, Edeka steigt aus. Würden Sie dann das ganze Projekt Gäubodenpark aufgeben müssen?
Pieper: Wie gesagt, wir sprechen nicht nur mit einem Betreiber. Und ich bin fest überzeugt, dass wir mit dem bestehenden Baurecht auch einen Nutzer finden werden.
Interessant ist auch, dass ein Sportfachmarkt im Gäubodenpark eingeplant ist, mit 1 100 Quadratmetern. Dann wäre Decathlon im Osten, Erdl Intersport im Westpark – so lange der Intersportmarkt den Namen Erdl noch führt - , und in der Stadtmitte wäre ein dritter Sportmarkt.
Pieper: Da, wo er hingehört.
Kann man schon sagen, wer das sein könnte?
Pieper: Auch da reden wir mit mehreren Marktteilnehmern. Das wird sich im weiteren Verlauf zeigen.
Carl-Christoph Pieper, Danke für das Gespräch.
