Antolin: Entlassungen kommen
Antolin Straubing. Foto: Engel
oAuch Antolin Straubing muss Arbeitsplätze abbauen. Darüber hat die Werkleitung gestern die Belegschaft informiert. Wie viele der mehr als 450 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlieren, ist aber noch unklar.
Ein Gerücht war seit kurzem in Straubing in Umlauf, demzufolge das Werk komplett geschlossen werden solle. Das hat Antolin dementiert. Werkleiter Christoph Gahr teilte auf Nachfrage mit: „Eine Werksschließung steht nicht im Raum.“ Er bestätigte aber, dass die Belegschaft grundsätzlich über einen bevorstehenden Arbeitsplatz-Abbau informiert wurde. Über die Größenordnung ist offenbar noch nicht entschieden.
Betriebsratschef Johann Weiß und der zuständige Gewerkschaftssekretär Christian Schlag von der Gewerkschaft IGBCE gehen davon aus, dass in erster Linie Leiharbeiter und befristete Verträge betroffen sein werden. Weitere Einzelheiten wie Zeitpunkt und Größenprdnung sind auch bei den Arbeitnehmervertretern noch nicht bekannt.
Die Antolin Straubing GmbH gehört zur Grupo Antolin, einem multinationalen Autozulieferer aus Spanien für die PKW-Innenausstattung. Das Straubinger Werk ist mit gut 460 Arbeitsplätzen einer der großen Arbeitgeber in Straubing. Das Werk fertigt hochwertige Konsolen und Verkleidungen für etliche namhafte Autobauer.
Wie die gesamte Branche ist auch Antolin von der Krise im Automobilbereich mit zurückgehenden Aufträgen betroffen. Speziell das Straubinger Werk soll einen großen Auftragsrückgang verzeichnen. Zuletzt hatte auch der Straubinger Maschinenbauer Strama einen Abbau von 135 Arbeitsplätzen in Straubing verkünden müssen. In Plattling wird der Zulieferer IAC Ende Juni schließen, wobei 300 Arbeitsplätze verloren gehen.
